„Schweißen verbindet - auch die Schweißer“

15.11.2007 DVS-Kursstätte / Hubert-Sternberg-Gewerbeschule Wiesloch

Studenten der Hochschule Mannheim „treffen Azubis“

Wiesloch. (HCE) „Schweißen verbindet“ lautet das Motto der DVS-Kursstätte an der Hubert-Stern­berg-Schule in Wiesloch. Hier finden seit Jahren Einführungs- und Fortbildungskurse des „Deutschen Verbands für Schweißen und verwandter Verfahren e.V.“ statt. Außergewöhnlich war jedoch der Besuch von Professor Dr. Bernd Schinke von der Hochschule Mannheim und zwei Dutzend seiner Studenten um von Azubis, d.h. Schülern der Metallbauklasse im dritten Lehrjahr in die Praxis eingeführt zu werden. Für den stellvertretenden Schulleiter Studiendirektor Jürgen Dörflinger „eine willkommene Gelegenheit, Studenten verschiedener Fachrichtungen zu zeigen, was wir an einer Berufsschule leisten“.
„Was geht ab beim Schweißen?“ – Im Grunde nichts, denn, wie TOL (Technischer Oberlehrer) Hu­bert Gottmann in seiner Einführung betonte, „was richtig geschweißt ist, hält“. Andererseits „sehr viel, den wer richtig schweißen will, muss über das notwendige fachkundliche Wissen und die erforderliche Handfertigkeit verfügen“, betonte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des DVS-Bezirksverbands Mannheim-Ludwigshafen. Und da­mit sprach Gottmann die Bedingung für praktisch lebenslange Weiterbildung für Schweißer an. Die DVS-Prüfung müsse jeweils nach zwei Jahren erneuert werden, um zu garantieren, dass der Schweißer auf dem jeweils neuesten Stand der Technik ist. Und die ist sehr umfangreich und richtet sich, so Gottmann, an die unterschiedlichsten Berufsbilder vom Metallbauer bis zum Goldschmied, vom Karosseriebauer bis zum Zahntechniker. Zur Anwendung kommen dabei verschiedene Verfahren, die je nach zu bearbeitendem Material angewandt werden, wobei verschiedene Metall, Korrosionsarten oder Verarbeitung zu berücksichtigen sind. Für den Laien mögen Fachausdrücke wie WIG, MIG/MAG Puls- und Inverter-Schweißstromquellen oder Verfahren wie Gas-Schweißen, Lichtbogen-Schweißen oder Wolfram-Inertgas-Schweißen „böhmische Dörfer“ sein, doch „ohne Wissen keine Kompetenz, ohne Kompetenz keine Qualität“ betonte H.Gottmann, nach dessen Angaben eine DVS-Kursstätte bereits in den 1970er Jahren an der Sternbergschule, die an Osten 1959 ihren Betrieb im damaligen Gewann „Obere Bohn“ aufnahm, eingerichtet wurde und über drei Jahrzehnten Hunderte von Schweißern aus- und weitergebildet habe.
Zusammen mit seinem Kollegen Klaus Heinzler lud H.Gottmann die Studenten ein, sich praktisch an den Schweiß-Arbeitstischen zu versuchen – und zwar unter Anleitung der Azubis. Angetan mit Schürzen, Handschuhen und vor allem Gesichtsmasken konnten die Studenten sich an verschiedenen Schweißverfahren versuchen und merkten dabei schnell, dass „nur viel Übung den Meister macht“, wie Marie Gigel, die im dritten Semester Chemische Technologie studiert, bemerkte. Beim abschließenden Erfahrungsgespräch wurde deutlich, dass „ich mir alles einfacher vorgestellt habe“, so ein Metallbau-Student und für H.Gottmann und B.Schinke stand fest, dass diese Aktion „Studenten treffen Azubis“ keine einmalige Veranstaltung bleiben sollte.

Foto: TOL Hubert Gottmann führt in der Schweißwerkstatt der Hubert-Sternberg-Schule Studenten der Hochschule Mannheim in die Praxis des Schweißens ein.

Bildergalerie der Veranstaltung:

Bilder: © 2021 DVS-Bezirksverband Mannheim-Ludwigshafen

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